„Und Jesus kam und sagte zu seinen Jüngern: Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu halten, was ich euch befohlen habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“ (Mt 28,18-20)
Jesus sagt uns hier, dass er mit aller seiner Macht mit uns und bei uns ist, egal, was kommt, wenn wir als seine Jünger leben, d.h. wenn wir in seinem Auftrag unterwegs sind, die Völker (der Begriff umfasst sowohl Nationen und Volksgruppen als Ganzes als auch jeden einzelnen Menschen darin) zu Jüngern zu machen.
Ein laues, passives und sich selbst genügendes „Christentum“ hat somit nicht die Verheißung der Gegenwart des Herrn, sondern Christen sind im Wortsinn „Anhänger bzw. Jünger von Christus“. Und Jünger von Jesus machen wiederum andere zu Jüngern!
Der Heilige Geist möchte uns dabei helfen, andere Menschen zu Jüngern zu machen!
Wie machen wir das?
Jesus hat uns, bevor er sein Erlösungswerk am Kreuz vollbrachte, seinen Heiligen Geist als unseren Helfer versprochen, und an Pfingsten hat er dieses Versprechen eingelöst: Bis heute sendet er seinen Heiligen Geist auf jeden und in jeden, der ihm sein Herz öffnet! Damit empfangen wir den Geist, dessen Wesen ganz besonders darin besteht uns zu helfen, andere Menschen, ja sogar ganze Nationen „zu Jüngern“ zu machen.
Der Heilige Geist leitet uns und er begleitet uns mit seiner Kraft, mit seinen Gaben, seiner Inspiration und seiner Weisheit.
Dabei gebraucht er insbesondere das geschriebene Wort Gottes (=die Bibel), so dass wir anderen Menschen mit seiner Hilfe zum einen das Evangelium vom stellvertretend vollbrachten Erlösungswerk von Jesus verkünden können und zum anderen sie anhand des Wortes Gottes für ihr Leben als Jünger von Jesus anleiten können.
Das Wort Gottes ist unsere Richtschnur für ein Leben in „Jüngerschaft“ – sowohl als einzelne Menschen wie auch als ganze Nationen!
Gleichzeitig wirkt der Heilige Geist in uns, so dass wir als Person zum Vorbild und zum persönlichen Wegweiser hin zu einer Beziehung mit Jesus und zu einem Leben in Jüngerschaft dienen können.
Niemand wird ohne das Wirken des Heiligen Geistes durch andere Menschen auf die Dauer wirklich zum Jünger!
Außerdem gilt: Nur wenn wir selbst in Jüngerschaft leben (und das schließt den „direkten“ Draht zu Gott ganz genauso mit ein wie das Vorbild von anderen Jüngern, die Gott uns gesetzt hat), können wir andere Menschen effektiv zu Jüngern machen!
Die Kraft Gottes ebenso wie die Gaben Gottes werden mindestens genauso durch menschliche Gefäße, in denen diese Kraft und diese Gaben bereits am Wirken sind, empfangen wie eben auch „unmittelbar“ von Gott.
Gott macht uns immer sowohl durch das direkte Wirken des Heiligen Geistes zu Jüngern, wie auch durch das Vorbild von anderen, die schon weiter in der Jüngerschaft sind als wir!
Die Früchte des Geistes wachsen mindestens ebenso stark durch die persönliche Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist wie auch durch Gemeinschaft mit anderen menschlichen Gefäßen des Heiligen Geistes, in denen diese Früchte vielleicht schon stärker ausgeprägt sind als in uns.
Also achte darauf, selbst in Jüngerschaft „eingeordnet“ zu sein – so kannst du da hineinwachsen, andere effektiv zu Jüngern zu machen!
Des Weiteren ist es wichtig für uns zu verstehen, dass wir auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen dazu beitragen können, dass andere Menschen „zu Jüngern“ werden.
Jüngerschaft ist wie ein Kreislauf:
Zuerst werden Menschen ins Reich Gottes hereingezogen, d.h. der Heilige Geist bewirkt unter Mitwirkung von solchen Menschen, die bereits Jünger sind, dass ein Mensch sich Jesus annähert und schließlich eine persönliche Entscheidung trifft, ihm nachzufolgen.
An diesem Punkt des Jüngerschaftskreislaufes spielen natürlich auch diejenigen eine Rolle, die eine besondere evangelistische Gabe haben – aber die Bibel sagt zugleich, dass wir alle „Zeugen“ von Jesus sind. Nicht alle sind also „Evangelisten“, aber wir alle sind dazu berufen, in unserem Umfeld Zeugnis von Jesus zu geben, Menschen zu Jesus und in Gottesdienste einzuladen, wo sie Ihm begegnen können!
Jeder von uns ist dazu berufen, für kranke Menschen zu beten, Gebundene durch Gebet freizusetzen und sogar Tote aufzuwecken (siehe Matthäus 10,7-8)! So werden Menschen in unserem Umfeld Stück für Stück näher zu Jesus gezogen – durch jeden einzelnen von uns wieder andere Personen, je nach unserem Umfeld.
Als zweiten Schritt muss ein frischgebackener „Jünger“ gefestigt werden in seiner Entscheidung, was Ermutigung zu und Begleitung bei ersten Schritten mit einschließt. Hierfür haben wir bei Glorylife sogenannte „Mentoren“, die Neubekehrte, die in unseren Gottesdiensten eine Entscheidung für Jesus treffen, über ihre erste Wegstrecke hinweg begleiten, aber auch jeder einzelne Gottesdienstbesucher ist von Jesus aufgerufen, neue Besucher herzlich willkommen zu heißen, zu ermutigen und ihnen positive Unterstützung auf ihren ersten Glaubensschritten zu geben!
Jeder Einzelne ist von Gott aufgerufen, sich daran zu beteiligen, dass andere Menschen ins Reich Gottes hineingezogen werden, und sich dauerhaft für Jesus entscheiden!
Drittens treten „Jünger“ von Jesus schließlich in eine lebenslang andauernde Phase der fortgesetzten Zurüstung, Ausbildung und Gründung ein, um zu immer authentischeren Jüngern und Repräsentanten von Jesus hier auf der Erde zu werden. Hier spielt z.B. unsere Glory Life Schule eine wichtige Rolle, aber auch unsere Gloryhäuser sowie unser pastorales Team und die Leiter von Diensten in der Gemeinde.
Aber auch hier ist wiederum jeder Einzelne von uns aufgerufen, mit dazu beizutragen, dass Menschen zu stabilen Jüngern werden, siehe Hebräer 10,24f Lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen…!
Unsere Liebe, Hingabe und positive Zugewandtheit zu unseren „Mit-Jüngern“ entscheidet auch darüber, inwiefern diese in ihrer Jüngerschaft wachsen!
Der letzte Schritt im sogenannten „Jüngerschaftskreislauf“ ist dann der, dass frischgebackene Jünger wiederum andere zu Jüngern machen – so dass der Kreislauf wieder von vorne beginnt! Das darf man sich allerdings nicht so vorstellen, dass wir erst nach Jahren der Festigung und Zurüstung beginnen sollen, andere Menschen zu Jüngern zu machen, vielmehr gilt der Auftrag von Jesus für jeden einzelnen Jünger- egal wie lange wir schon dabei sind. Mit anderen Worten: Die Sendung zu den anderen beginnt mit unserer Berufung in die Jüngerschaft von Jesus!
Wir alle sind also zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens als Christ gefragt und aufgerufen, andere zu Jüngern zu machen!
Unsere Liebe und positive Zugewandtheit zu anderen Christen um uns herum ist auch entscheidend dafür, dass diese in ihrer Jüngerschaft wachsen!
Ich möchte dich mit diesem Artikel einfach dazu ermutigen, deinen Platz zu finden und einzunehmen, um mit dazu beizutragen, andere Menschen zu Jüngern zu machen, sei das nun in einem evangelistischen Team, in einem Dienst zur Unterstützung von Neubekehrten oder einfach in irgendeinem Dienst in der Gemeinde, durch den du – egal welcher Dienst das ist – dazu beiträgst, dass Gottesdienste, Treffen und Einsätze abgehalten werden können, bei denen Menschen zu Jüngern werden!
Habe einfach irgendwo (auch in deinem Alltag im Umgang mit Menschen) Anteil an diesem wunderbaren „Kreislauf der Jüngerschaft“ und erlebe die Realität der Zusage von Jesus, dass er bei uns und mit uns ist bis ans Ende der Zeit!
In Seiner Liebe, Dein Georg Karl
