Beitrag

Ein goldener Sommer

1. Juli 2020

Kurz vor Beginn des „Shutdowns“ im März empfing ein mir bis dahin unbekannter Prophet aus Arizona ein spezielles Wort für Deutschland, das uns die ganzen letzten Monate nicht losgelassen hat. In diesem Wort heißt es unter anderem:

„Was sagt Gott (zu Deutschland)? Bereitet euch darauf vor, dass die von den Herrnhutern als „Goldener Sommer“ bezeichnete Zeit sich wiederholt. Damals öffnete sich das gleiche Portal der Herrlichkeit, welches jetzt über euch, eurem Land und der Welt bereitsteht sich zu öffnen.“

 

Dieses Wort des Herrn bezieht sich auf die Geschehnisse, die sich im Sommer 1727 in einem kleinen Ort namens „Herrnhut“ in Ostsachsen zutrugen, der von Glaubensflüchtlingen aus Böhmen und Mähren (heutige Tschechei) auf dem Besitz eines Grafen namens Nikolaus Ludwig von Zinzendorf errichtet worden war.

Die dortigen Flüchtlinge (alles entschiedene Christen) kamen aus unterschiedlichem theologischen und denominationellen Hintergrund, was in der Zeit vor dem Sommer 1727 zu Spannungen unter ihnen geführt hatte.

Die Mehrheit unter ihnen waren Nachkommen einer reformatorischen Kirche, die um ca. 1400 durch das Wirken des Reformators Jan Hus in Prag entstanden war, also noch lange vor der Reformation Martin Luthers.

Hus wurde 1415 von einem katholischen Konzil in Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber die von ihm angestoßene Bewegung lebte im Verborgenen trotz schwerer Verfolgung weiter, und einige ihrer Leiter fanden schließlich zusammen mit anderen Glaubensflüchtlingen aus unterschiedlichen Gegenden und Hintergrund ca. 300 Jahre später Zuflucht beim Grafen von Zinzendorf.

 

Zinzendorf, der sowohl gräflicher Besitzer von Herrnhut als auch der anerkannte geistliche Leiter für die Bewohner war, bemühte sich darum, Einheit unter dem zusammengewürfelten Haufen ganz unterschiedlicher geistlicher Persönlichkeiten zu bewirken. Das Bestehen Herrnhuts als junger Ort stand wegen der Spannungen monatelang auf der Kippe.

In diese Situation kam der Heilige Geist in mehreren Schüben mit seinem mächtigen Wirken, dessen Höhepunkt der 13. August 1727 war, als sich alle Bewohner von Herrnhut zu einer Versöhnungs- und Abendmahlsfeier in der Ortskirche trafen. Roberts Liardon gibt die Ereignisse in seinem Buch „Gottes Generäle 5“ so wieder:

Die Menschen von beiden Gemeinschaften betraten leise die Kirche, da sie die süße Gegenwart Gottes spürten. Als sie ihre Stimmen im Lob erhoben, fuhr der Heilige Geist mit Seinem reinigenden Feuer durch die Versammlung. Demütige Gläubige fielen auf ihre Knie, taten weinend Buße vor dem Herrn, übertönten den Gesang mit Schreien nach Reinigung von ihren Sünden. Von der Gegenwart des Geistes mitgerissen, lobten Ihn die Anbeter mit Ehrerbietung. Sie beteten allein oder in Gruppen; sie riefen nach der Gnade und Barmherzigkeit des Herrn, bis sie Seine Freisetzung empfanden. Als ihr Gesang und Weinen nachließen betete Ludwig, das Band des Friedens und der brüderlichen Liebe möge für immer unter ihnen bleiben. Keiner wollte Gottes heilige Gegenwart verlassen…

Zinzendorf schrieb über diesen „gesegneten Sommer“: „Wir sahen die Hand Gottes und Seine Wunder, und wir waren alle unter der Wolke unseres Vaters, getauft mit dem Geist…

Diese manchmal auch „goldener Sommer“ genannte Zeit war der geistliche Durchbruch der Herrnhuter Brüdergemeine in eine mehr als 100 Jahre andauernde Gebets- und weltweite Missionsbewegung, wie es sie in der Kirchengeschichte kaum je gegeben hat.

Der Prophet Russ Walden schreibt weiter in seinem Wort für Deutschland vom März 2020: „Der Erweckungssommer von Herrnhut unter Graf Zinzendorf…fand auf halbem Weg zwischen dem Märtyrertod von Jan Hus und dem Sommer 2020 statt…(in beide Richtungen ca. 300 Jahre). Plant das ein. Drängt da hinein…Jetzt ist die Zeit gekommen, dass die Gläubigen in Deutschland sich in das hineindrängen, was Gott ausgießt. Jetzt ist die Zeit, die Himmel über euch (im Glauben) zu öffnen und Eure Leben verschwenderisch für die Explosion der Herrlichkeit des Evangeliums hinzugeben.

Mit anderen Worten, Gott teilt uns hier kurz vor der „Corona-Zeit“ mit, dass sich gerade in dieser jetzt sogenannten „Nach-Coronazeit“ ein geistliches „Portal“, man könnte auch sagen, eine geistliche Gelegenheit auftut für ein Wirken Gottes, wie es in der Erweckungsgeschichte Deutschlands und der Welt bislang nur ganz selten vorgekommen ist!

Als diese Prophetie empfangen wurde, konnte noch niemand den wochenlangen Shutdown, geschweige denn das ganze Ausmaß der weltweiten sog. „Corona-Krise“ voraussehen – aber Gott wusste es!

Und Gottes Wesen ist es, Dinge, die der Teufel zum Negativen gedacht hat, herumzudrehen, und etwas nur umso Positiveres daraus hervorkommen zu lassen (vgl. 1.Mose 50:20).

Deshalb hat dieses Wort von Russ Walden auch einen so starken Wiederhall in meinem Herzen gefunden!

Ich glaube, dass Gott uns in dieser Zeit, gerade aus der sog. „Corona-Krise“ heraus (die damit eigentlich zur „Corona-Chance“ wird!), eine einmalige Gelegenheit gibt, sein Wirken hier in der Mitte Deutschlands und Europas in einer bisher nie dagewesenen Kraft und Herrlichkeit zu erleben!

Er möchte seinen Geist ausgießen – zuerst auf und in die entschiedenen Christen mit ganz unterschiedlichem geistlichen Hintergrund, so dass sie in Ihm, in Seiner Liebe, in eins verschmelzen und damit zu Botschaftern Seiner Herrlichkeit werden, wo immer der Heilige Geist sie hinsendet.

In Johannes 17:20 betet Jesus für die, die an Ihn glauben, „damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind- ich in ihnen und du in mir – dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“

Gott will seinen Geist der Herrlichkeit auf einer noch höheren Ebene in unserer Mitte manifestieren! Er ist bereit, uns einen neuen „goldenen Sommer“ zu schenken wie schon einmal im Jahr 1727 (ohne dass wir das jetzt nur auf diese speziellen Monate beschränken wollen!).

Das ist es, was der Geist ganz offensichtlich jetzt den Gemeinden sagt.

Und aus dieser Ausgießung des Geistes der Herrlichkeit heraus wird sich, wenn wir das prophetische Wort von Russ Walden ernst nehmen, ein starker Geist des Gebets und der Evangelisation und Mission freisetzen, der dann wiederum die Errettung von Millionen, ja Milliarden Seelen bewirken wird, bevor der Tag der Entrückung kommt!

An uns ist es, auf das prophetische Wort zu reagieren. Womit? Mit dem, was in dem Wort selbst „hineindrängen“ genannt wird!

D.h. der Heilige Geist ermutigt uns, jetzt mit Hunger und Glauben voran zu gehen, und die Freisetzung einer neuen Ebene und Dimension der Herrlichkeit Gottes in unserer Mitte zu begehren, zu erwarten und im Glauben vom Himmel „herunterzuziehen“, sowie uns selbst im Glauben in die herabkommende Wolke der Gegenwart Gottes „hineinzudrängen“.

Gleichzeitig ermutigt er uns auch, genau wie die Herrnhuter 1727, jede Spur von Spaltung, Uneinheit, Lieblosigkeit usw. gegenüber den Geschwistern und dem Leib Christi insgesamt aus unserem Herzen zu entfernen, die Liebe von und zu Jesus in unserem Herzen anzufachen, und uns der durch Sein Erlösungswerk geschenkten Einheit mit Ihm im Geist bewusst zu werden und darin zu leben.

Gott sprach vor einigen Jahren einmal zu mir: „Die Bundesliebe des Vaters zieht zusammen und bringt Wachstum.“

Ja, ich glaube, jetzt ist die Zeit, wo wir uns als Christen von der im Neuen Bund in Jesus geoffenbarten Liebe unseres himmlischen Vaters zusammenziehen lassen – zusammenziehen mit Ihm als unserem Haupt und auch miteinander als den Gliedern Seines Leibes!

Die Ausgießung des Heiligen Geistes ist immer auch eine Ausgießung des Geistes der Liebe. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott bleibt in Ihm (1.Joh 4:16).

Der goldene Sommer der Herrnhuter war deshalb auch in erster Linie ein goldener Sommer der Liebe, wo der Heilige Geist die Gläubigen wie nie zuvor verschweißt hat mit Jesus und dem Vater im Himmel wie auch untereinander.

Diese Liebes-Einheit wiederum hat die übernatürlichen Kräfte in ihnen und durch sie freigesetzt,die dazu nötig waren, um eine solch gewaltige Missions- und Evangelisationsbewegung wie die Herrnhuter Bewegung über 100 Jahre lang immer wieder neu zu befeuern und am Leben zu erhalten.

Machen also auch wir uns als Leib Christi im Jahr 2020 mit aller Entschiedenheit bereit und strecken uns danach aus, eine solche gewaltige Taufe der Liebe zu empfangen!

Und der Feind Gottes wird es bitter bereuen müssen, jemals diese Corona-Pandemie ausgelöst zu haben…

 

In diesem Sinne sei mächtig ermutigt in Seiner Liebe!

Dein Georg Karl